Tobias Leuning

„Aufholen nach Corona“ – Bundesmittel kommen bei Kinder und Jugendlichen im Kreis an

Mit zwei Milliarden Euro fördert der Bund zusätzliche Angebote für Kinder und Jugendliche, um pandemiebedingte Ausfälle und Rückstände auszugleichen. Das Programm „Aufholen nach Corona“ hatten die SPD-Bundestagsfraktion und die SPD-Vorsitzende Saskia Esken durchgesetzt. Über das Jugendamt des Rhein-Sieg-Kreises wurden 2021 und 2022 in den Gemeinden Alfter, Eitorf, Much, Neunkirchen-Seelscheid, Ruppichteroth, Swisttal, Wachtberg und Windeck Lern- und Freizeitprojekte sowie Anschaffungen und Stellen für Kinder und Jugendliche mit insgesamt 650.000 Euro finanziert.

„Mit dieser Förderung lassen sich in unseren Gemeinden eine Vielzahl zusätzlicher Angebote für Kinder und Jugendliche finanzieren, die besonders unter der Pandemie und ihren Auswirkungen gelitten haben. Homeschooling, geschlossene Spielplätze, Sportvereine und Jugendzentren, dadurch fehlte nicht nur Lernstoff, sondern vor allem Kontakte zu Gleichaltrigen und Spaß. Wir wollen, dass möglichst viel Ausgefallenes aufgeholt werden kann. Das ist eine Frage der Gerechtigkeit“, erklärt Tobias Leuning, jugendpolitischer Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion.

Für das Jahr 2021 waren insgesamt 73 Projektanträge eingegangen, von denen 66 Projekte gefördert werden konnten. Für 2022 waren 46 Anträge gestellt, von denen 30 Anträge positiv beschieden wurden. Damit wurden beispielsweise Sport-, Video- oder Graffitiprojekte von Vereinen gefördert, aber auch eine Zirkuswoche und Workshops zu Fotokunst, Angewandter Physik oder App-Programmierung. „Auch in der offenen Jugendarbeit konnten zusätzliche Angebote wie Dart-Automaten in Neunkirchen-Seelscheid, ein Box-Automat in Windeck oder die Erweiterung des Outdoor-Bereiches am Jugendzentrum Eitorf finanziert werden“, wie Sara Zorlu, stellvertretendes Mitglied der SPD im Jugendhilfeausschuss beschreibt.

„Wir danken allen Trägern und Vereinen, die zusätzliche Angebote für Kinder und Jugendliche sowie Stellen für junge Leute im Bundesfreiwilligendienst geschaffen haben, aber auch dem Kreisjugendamt, das zügig Förderkriterien erarbeitet, Anträge geprüft und auf eine ausgewogene Verteilung der Fördermittel in allen Jugendamtskommunen geachtet hat“, so Nicole Männig-Güney, Kreistagsabgeordnete aus Neunkirchen-Seelscheid.